27. März 2026
BS-TI Sankt Vith

Hilfe für Kinder und Tiere: Lea Paquet unterstützt Projekte in Thailand

Lea Paquet aus Oudler ist von einer besonderen Reise nach Thailand zurückgekehrt. Sechs Wochen lang engagierte sie sich bei zwei Freiwilligenprojekten. Nach dem Schulalltag wollte sie neue Erfahrungen sammeln und gleichzeitig etwas Sinnvolles tun. Es war schon lange ihr Wunsch: „Ich wollte schon seit Monaten oder sogar Jahren nach Thailand, weil es so ein schönes Land zum Reisen ist und die Menschen so freundlich sind“.

Im Norden des Landes unterstützte sie vier Wochen lang das Projekt Volunt2Thai, das sich für die Förderung benachteiligter Kinder einsetzt. Von den 13 Schulen, die das Projekt unterstützt, besuchte sie täglich eine andere: „Morgens haben wir Englischunterricht gegeben, nachmittags verschiedene Sportaktivitäten gemacht und dann bei alltäglichen Aufgaben wie Kochen geholfen.“ Mit einem Spendenaufruf, den sie vor ihrer Reise gestartet hatte, konnte sie über 500 Euro sammeln: „Mithilfe der Spenden konnten wir die Fenster einer Schule reparieren und eine von Termiten zerstörte Wand neu aufbauen.“

Anschließend reiste Lea in den Süden von Thailand, nach Phuket, wo sie zwei Wochen lang bei der Soi-Dog Foundation mitarbeitete. Dabei handelt es sich um eines der größten Projekte für Straßenhunde und -katzen in ganz Asien, in dem rund 1.200 Hunde und 150 Katzen untergebracht sind. Ihre Aufgabe bestand darin, mit den Hunden, die zusammen in Käfigen untergebracht sind, spazieren zu gehen. Sie berichtet, dass die Tiere dort häufig vernachlässigt werden, da viele Menschen nicht die Möglichkeit haben, sich richtig um die Tiere zu kümmern.

Positiv überrascht war sie jedoch vom starken Zusammenhalt der Menschen, die wie eine große Familie wirkten. „Ich habe sehr viel über die Lebensweise der Einheimischen gelernt, da ich nicht an touristischen, sondern an abgelegenen Orten war“, erzählt Lea rückblickend.

„Beim zweiten Projekt gab es auch viel mehr Freiwillige, mit denen man abends spontan etwas essen oder in eine Bar gehen konnte“, so Lea im Interview. So entstanden enge Freundschaften mit anderen Freiwilligen aus verschiedenen Ländern, mit denen sie im Anschluss noch weiterreiste.

Heute blickt sie dankbar auf diese Zeit zurück. Die Reise hat nicht nur ihre Sicht auf die Welt verändert, sondern auch sie selbst. Sie ist selbstständiger geworden und geht bewusster mit ihrem Leben um: „Ich bin viel achtsamer geworden und habe erkannt, welches Glück und welche Privilegien wir bei alltäglichen Dingen wie fließendem Wasser haben.“ Für Lea steht fest: Solche Erfahrungen prägen fürs Leben, und sie empfiehlt besonders Jugendlichen, den Schritt ins Unbekannte zu wagen.

Spenden können auch weiterhin unter volunt2thai.com und soidog.org getätigt werden.

Pia Lentz – Bilder: privat

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