27. März 2026
KA Eupen

Wir sind alle Tierfreunde – bis zum Mittagessen

Ein Kommentar zur Massentierhaltung und zum übermäßigen Konsum tierischer Produkte.

Während wir morgens noch liebevoll unser Kaninchen streicheln, liegt mittags ganz selbstverständlich das Schweineschnitzel auf dem Teller. Unsere Tierliebe beschränkt sich leider nur auf Haustiere wie Hunde, Katzen oder Kaninchen. Hühner, Kühe, Schweine und andere sogenannte „Nutztiere“ werden dabei überwiegend vergessen, da sie für die meisten Menschen lediglich der Lebensmittelproduktion dienen.

So stehen tierische Produkte bei vielen fast täglich auf dem Speiseplan. Dass dies mit viel Tierleid verbunden ist, interessiert jedoch die wenigsten. Dabei sind auch Nutztiere fühlende Lebewesen. Damit wir ihre erzeugten Lebensmittel konsumieren können, müssen sie große Qualen erleiden. Der Genuss wird dabei über das Leben der Tiere gestellt.

Besonders kritisch ist in diesem Zusammenhang die Massentierhaltung zu beurteilen. Es ist ethisch in keiner Weise vertretbar, eine große Anzahl Tiere auf engstem Raum zu halten, um in kürzester Zeit besonders viele Mengen an tierischen Produkten zu produzieren. Tierausbeutung, das Schreddern von Küken, die Trennung von Muttertieren und ihrem Nachwuchs sowie letztendlich die Tötung der Tiere gehören zu den brutalen Realitäten dieser Industrie.

Die Rechtfertigung vieler Menschen, dass man schon immer tierische Produkte konsumiert habe, ist nicht nachvollziehbar. Denn nur, weil etwas Tradition hat, ist es noch lange nicht richtig.

Die grausame Haltung und Tötung von Tieren darf in unserer heutigen Zeit nicht länger toleriert werden. Tiere gehören nicht auf den Speiseplan. Zudem gibt es zahlreiche leckere und gesunde Alternativen.

Maike Zander – Bild: Wojtek Radwanski/AFP

Maike Zander
Maike Zander

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