Führerscheintheorieprüfung: Wird zu viel verlangt?
Die Beschwerden über die Führerscheintheorierüfung häufen sich in Ostbelgien. Viele fordern, dass die Prüfung überarbeitet wird.
Von Emilie Herren und Florence Parent
Heutzutage muss man mindestens 41 von 50 Punkten erzielen, um die Theorieprüfung für den Autoführerschein zu bestehen. Es gibt zwei verschiedene Grade von Fehlern, die weniger gravierenden kosten einen Minus-Punkt und die schwerwiegenden fünf Minus-Punkte.
Die Prüfung ist zu schwierig und reine Geldmacherei. Wenn man zweimal durch die Theorieprüfung fällt, muss man sofort wieder einen Theoriekurs belegen, was ziemlich schnell teuer wird, bei einem Preis von 120 Euro.
Dazu kommt noch, dass es verschiedene Fragebögen gibt, alle mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen. Die Übersetzungen aus dem Französischen in das Deutsche sind oft fehlerhaft, was dazu führt, dass die Fragestellung nicht verständlich ist oder die Antwortmöglichkeiten fast identisch wirken. Außerdem werden in den Prüfungsbögen viele irrelevante Fragen gestellt. So sagt beispielsweise die Frage „Wie oft blinkt der Blinker pro Minute?“ absolut nichts darüber aus, wie gut man sich im Verkehr zurechtfindet.
Am Ende ist die Theorieprüfung ein reines Glücksspiel, denn alles hängt davon ab, welchen Fragebogen man erwischt.
