Handy aus – Unterricht an: Was das Smartphone-Verbot bringt
Seit dem 1. September 2025 gilt am Robert-Schuman-Institut, wie an allen Sekundarschulen in Ostbelgien, ein Smartphone-Verbot. Eine Umfrage bei Schülern und Lehrpersonen zeigt ein Stimmungsbild am RSI.
Von Jan Indeherberg und Abdulhalik Akcan
Von den befragten Lehrkräften bewerten die meisten das Verbot überwiegend positiv. Mehr als die Hälfte stellt ein besseres Klassenklima fest, viele berichten von weniger Konflikten. Als Vorteile nennen sie mehr Ruhe, Förderung der Konzentration und intensivere persönliche Kommunikation. Die Mehrheit hält die Regeln für klar und das Verbot für gut umsetzbar, wenngleich der zusätzliche Aufwand eine Herausforderung darstellt. Dass eingezogene Handys im Sekretariat abgegeben werden, empfinden alle als gerecht. Viele wünschen sich, Smartphones weiterhin gezielt für pädagogische Zwecke einzusetzen.
Die Antworten der befragten Schülerinnen und Schüler, spiegeln ein differenzierteres Bild wider: Die meisten bewerten das Verbot neutral, fühlen sich jedoch in den Pausen teils eingeschränkt, da sie die Sozialen Medien nicht mehr aufrufen können. Bei den Auswirkungen auf die Konzentration gehen die Meinungen auseinander.
Viele bemängeln zudem teilweise unklare oder unterschiedlich umgesetzte Regeln. Fast alle sprechen sich dafür aus, Handys weiterhin für schulische Zwecke zu erlauben und Ausnahmen zu schaffen. Insgesamt kann man feststellen, dass das Handyverbot von Lehrkräften positiver beurteilt wird als von Schülerinnen und Schülern. Während Lehrpersonen die bessere Lernatmosphäre betonen, wünschen sich viele Jugendliche diesbezüglich noch mehr Klarheit und Flexibilität.
