27. März 2026
RSI Eupen

Überfischung der Meere: Schattenseiten der globalen Fischerei

Fisch ist eines der meistkonsumierten Nahrungsmittel der Welt, und viele Menschen sind davon abhängig, denn rund 800 Millionen Menschen auf der Welt leben vom Fischfang. Großkonzerne, die Fisch in Massen produzieren, gefährden die Existenzgrundlage dieser Menschen. Große Fangboote kreuzen durch die Meere und dezimieren ganze Fischpopulationen.

Von Micka Brandt

Bei diesem Vorgang werden riesige Netze genutzt. Natürlich versucht man, nur eine bestimmte Art Fisch zu fangen, wie zum Beispiel Thunfisch, doch das ist schwer kontrollierbar, denn regelmäßig werden Meerestiere gefangen, für welche der Konzern keinen Nutzen hat. Dabei handelt es sich um den sogenannten Beifang, der für den Tod von 6,8 bis 27 Millionen Tonnen Meerestieren verantwortlich ist. Der große Unterschied bei den Schätzungen entsteht dadurch, dass die Zahl je nach Fangmethode und Land variiert und auch nicht alles ordnungsgemäß dokumentiert wird. Der Beifang darf in der EU nicht zurück in den Hafen gebracht und muss somit über Bord geworfen werden. Die Fische werden in den meisten Fällen stark verletzt und haben oft keine Chance, nach der Freilassung lange zu überleben. Anders ist es in Norwegen, denn dort sind die Fischer durch Regulierungen verpflichtet, den Beifang in den Hafen zurückzufahren, damit er dann zu Fischöl, Fischmehl oder Tierfutter weiterverarbeitet wird.

Wichtig anzumerken ist, dass nicht nur kleine Fische in den Netzen landen, sondern auch große Tierarten, welche stark vom Aussterben bedroht sind. Laut der Umweltschutzorganisation Greenpeace werden pro Jahr rund 100 Millionen Haie Opfer von Beifang und vielen weiteren Arten werden die Netze zum Verhängnis. Überfischung gefährdet nicht nur die Lebensgrundlage vieler Millionen Menschen, sondern auch die Ökosysteme unserer Gewässer.

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