31. Mai 2024
BIB Büllingen (2023)

Forschungsstation auf Mont Rigi: Seit fast 100 Jahren untersucht die Universität Lüttich das Hohe Venn

Wer weiß schon, was alles unter der Erde im Hohen Venn schlummert? Tausende Jahre Geschichte und ein Hochmoor im ständigen Wandel. Die Forschungsstation der Universität hat das Hohe Venn im Blick. Die TV-Journalisten für einen Tag vom Bischöflichen Institut Büllingen haben der Station auf Mont Rigi einen Besuch abgestattet.

Zum Video: https://m.brf.be/beitraege/932581/

Im Jahre 1924 wurde die erste Forschungsstation der Universität Lüttich im Hohen Venn erbaut. Fast 100 Jahre später wird im Hohen Venn immer noch geforscht. Die Mittel und Möglichkeiten haben sich im Laufe der Zeit ein wenig verändert.

Das erste Gebäude wurde 1924 erbaut und war nicht sehr komfortabel. Es wurde während des Zweiten Weltkrieges zerstört. 1947 wurde das Gebäude wiederaufgebaut, immer noch aus Holz. Es befand sich entlang der Straße. Dieses Gebäude wurde bis zum Anfang der 70er Jahre genutzt und anschließend wurde dieses viel größere Gebäude gebaut. Es kann bis zu 30 Studenten empfangen und beherbergen. Es gibt Unterrichtsräume und Labore.

Die Forschungsstation bietet den Wissenschaftlern und Schülern einen Einblick in die Vergangenheit des Hohen Venns. Über 1000 Jahre wurde der Karlsweg als Handelsstraße quer durch das Venn benutzt. Die Wissenschaftler sind bei ihren Forschungen auf diese uralte Straße gestoßen, die sich in den Tiefen des Venns befindet. In den Böden entdeckten sie aber auch Pollen, mit denen sie die Landschaft des Hohen Venns von vor tausenden von Jahren rekonstruieren konnten.

Doch die Wissenschaftler blicken nicht nur in die Vergangenheit. So befassen sie sich auch beispielsweise mit der Population der Birkhühner. Aktuell ist der Bestand ein großes Thema. Diese Art war quasi ausgestorben vor einigen Jahren. Jetzt gibt es einen Plan zur Erhöhung der Population. Es werden Birkhühner aus Schweden hergebracht, um den Bestand zu stabilisieren. Das ist momentan ein aktuelles Thema.

Die momentane Population liegt zwischen zehn bis 20 Birkhühner. Im April sollen 35 weitere ausgewildert werden. Es ist eines der Forschungsprojekte, die momentan laufen. Ein Ende der Forschungen ist nicht in Sicht.

Gibt es noch Sachen im Hohen Venn zu erforschen? Immer. Heutzutage sind die Auswirkungen des Klimawandels und der Ressourcenknappheit sowie der Einfluss des Menschen auf die Umwelt bekannt. Das ist ein wichtiges Forschungsgebiet und das kann in einem gewissen Rahmen hier erforscht werden.

Seit knapp 100 Jahren forschen Wissenschaftler und Studenten im Hohen Venn. Auch wenn sich die Forschungsprojekte im Laufe der Zeit verändern, wird das Hohen Venn weiterhin erkundet. Eine Landschaft im ständigen Wandel.

Sophia Schroeder und Rahel Heinen

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