20. April 2024
PDS Eupen

Marc Despineux: „Jede Generation hat ein Recht auf ihre eigene Sprache“

Goofy ist schon lang nicht mehr nur eine Comicfigur, sondern zum Jugendwort des Jahres 2023 gewählt worden. Um ein Bild davon zu bekommen, was die Gesellschaft von der Jugendsprache hält, haben die Journalisten für einen Tag eine Straßeumfrage durchgeführt.

von Cyrill Spahn und Leon Ernst

Merima Mustic (52) aus Eupen

„Ich habe zwei Kinder, 14 und 18 Jahre alt, da kann das schon mal passieren, dass solche fremden Wörter fallen. Für mich ist es nicht schlimm auch nicht unangenehm, man versteht es nur nicht.“

Benjamin Becker (34) aus Eupen

„In der Jugendsprache werden oft Wörter benutzt, die nicht ganz verständlich sind. Zudem werden die Wörter auch inflationär oft benutzt, dann hat man fünf bis sechs Mal das gleiche Wort in einem Satz. Ich habe selber auch so gesprochen und finde es lustig, wenn man die Jugendlichen reden hört, weil es sich wie gestellt anhört. Der Inhalt kommt zwar rüber, aber da ist immer noch viel Beiwerk drum herum, wie bei einem Blumenstrauß. Heute selbst spreche ich nicht mehr so.“

Cedric Tielmans (20) aus Eupen

„Ich als junge Person finde, dass es von dem Umfeld abhängt, ob es unangenehm ist. Unter Jugendlichen ist es schon normal geworden aber unter Freunden ist es komisch, weil wir eigentlich nicht mehr so reden. Ich denke das dieses Sprechen von der Erziehung abhängt und recht wenig von der Schule beeinflusst wird.“

Marc Despineux (59) aus Kettenis

Es ist im ersten Moment immer so ein bisschen lustig, aber ich mache mich nicht drüber lustig. Ich denke mal, als ich in eurem Alter war, haben meine Eltern das auch zwischendurch gedacht. Aber ich finde, dass jede Generation ein Recht auf ihre eigene Sprache hat.

Jasmin Lenz (20) aus Kettenis

„Ich finde die Jugendsprache cringe. Nein ich finde es schon komisch, wenn ich es höre. Wenn ich zur Schule gehen würde, würde ich solche Wörter bestimmt des Öfteren nutzen aber seitdem ich aus der Schule raus bin höre ich sie eher selten.“

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