Chaos in der Hauptzentrale

Es leiden circa zehn Prozent der Bevölkerung an immer wiederkehrenden Migräneattacken und dabei wissen viele Leute gar nicht, was das eigentlich ist. Nicht selten werden Migränekopfschmerzen von Patienten als normale Spannungskopfschmerzen eingestuft. Der große Unterschied liegt dabei bei den Schmerzen. Normale Kopfschmerzen betreffen meistens den ganzen Kopf und Betroffene empfinden den Schmerz dabei eher als drückend. Bei einer Migräne findet der Schmerz oft nur in einer Seite des Kopfes statt, wo er als pochend empfunden wird.

Während des Anfalls können dann zusätzliche Nebensymptome wie eine Aura, Taubheit, Übelkeit und Gleichgewichtsprobleme einsetzen. Unter einer Aura versteht man anhaltende Sehstörungen, sowie flackernde Blitze und das Sichtfeld des Migränikers wird verringert. Diese Nebensymptome sind aber von Person zu Person unterschiedlich.

Auch die Ursachen für einen Anfall können bei jedem Patienten verschieden sein. Wetterumschwünge, eine schlechte Ernährung, aber auch Stress und Hormone sind die geläufigsten Auslöser. Die Vererbung spielt dabei auch eine sehr wichtige Rolle. Meistens hat die Familie von Migränikern eine Vergangenheit mit genau dieser Krankheit. Oftmals wird sogar die Form, wie die Migräne auftritt, weitergegeben. Erstaunlicherweise wird bei 50 bis 60 Prozent der Frauen mit Migräne die Vererbung von einem Familienmitglied als Grund angegeben und bei den Männern nur 40 Prozent.

Komplett heilbar ist die Migräne aber nicht. Jedoch kann man versuchen, sie auf ein Minimum zu verringern und die Anfälle vorzubeugen. Ausdauersport und Entspannungsverfahren sowie verschiedene Kuren wie die Akupunktur oder die Antikörper-Behandlung können sehr hilfreich sein. Eine weitere Heilmethode wäre das Herausfinden seiner sogenannten „Trigger“. Findet man heraus, was seine Migräne auslöst, geht man dieser Ursache aus dem Weg und kann somit die Attacken verringern.

Mit Schmerzmitteln kann man außerdem die Attacken erträglicher machen. Oft reichen dafür einfache Schmerzmittel. Bei stärkeren Attacken kann man aber auch auf spezielle Migränemittel wie Triptane zurückgreifen.

von Jannis Paquay – Illustrationsbild: © Andrew Lozovyi/Panthermedia

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